10.09.2026, 3sat
Erörtert wird, inwieweit die Spieltheorie dazu beitragen kann, Kooperationsprobleme vom Alltag bis zur internationalen Politik zu verstehen und zu lösen, auch dann, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden.
Axel Ockenfels zeigt, wie spieltheoretische Forschung in konkrete Gesetzgebung einfließen kann. Als Beispiel dient die im März 2026 vom Bundestag beschlossene Überkreuzspende bei Nieren, an deren Entwurf er mitgewirkt hat und die das Problem inkompatibler Spender-Empfänger-Paare adressiert. Darüber hinaus veranschaulicht er, warum die internationale Klimakooperation die Struktur eines Gefangenendilemmas aufweist und Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen deshalb instabil bleiben.